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Trotz Finanzloch beim Soester TV in 3. Liga West: „Es geht auf jeden Fall weiter“

SOEST - „Es geht auf jeden Fall weiter“, gibt Bernd Müller, Abteilungsleiter der Handballer des Soester TV, erst einmal Entwarnung. Der STV wird die Rückrunde in der 3. Liga West trotz des durch den Mindestlohn entstandenen Finanzlochs starten. Am Sonntag wird es also in der Soester Bördehalle zum Kellerduell zwischen dem Vorletzten Soest und Schlusslicht Wiesbaden kommen (Anwurf 17 Uhr).

Tobias Rückert, Kapitän des Soester TV, ist zuversichtlich vor dem Start ins Handballjahr und hofft, dass die Mannschaft nun befreit aufspielen wird.

© Niggemeier

Tobias Rückert, Kapitän des Soester TV, ist zuversichtlich vor dem Start ins Handballjahr und hofft, dass die Mannschaft nun befreit aufspielen wird.

Allerdings werden die Soester bis dahin kein Mannschaftstraining absolvieren – und danach wohl auch nicht. „Wir werden erst einmal kein Training mehr anbieten“, erklärt Müller, der aber auch betont, dass das Finanzloch in fünfstelliger Höhe nach wie vor nicht gestopft ist. „Was die Spieler in ihrer Freizeit machen, wann und wie sie sich fit halten, ist dann ihre Sache.“

Hintergrund dieser Maßnahme ist die Unsicherheit, in wie weit sich die Mindestlohnregelung auf die Soester Handballer auswirken wird, für welche Leistungen und Umstände rund um den Sport nun Mindestlohn fällig wäre. Bezahlen muss der Soester TV alle seine Spieler nach Stunden mit dem Mindestlohn – ob die nun wollen oder nicht. Ohne Training würden nur noch Kosten für die Spiele anfallen.

Durch die Mindestlohnregelung sind die Soester Handballer über Nacht zu Profis geworden, gleichzeitig aber ist durch die ansteigenden Kosten das finanzielle und sportliche Konzept der Soester gewaltig in Schieflage geraten.

Vor diesem Hintergrund sprach Anzeiger Redakteur Thomas Müller mit STV-Kapitän Tobias Rückert.

Im Fernsehen

Das Schicksal der Soester Handballer schlägt weitere Wellen. Nach dem Anzeiger-Artikel vergangener Woche meldeten sich schon der WDR-Hörfunk und die „Zeit“ bei Abteilungsleiter Müller. Nun haben sich auch das Regionalprogramm von Sat.1 und die „Aktuelle Stunde“ des WDR-Fernsehens für einen Dreh in Soest angekündigt. Der WDR-Beitrag soll wohl am Donnerstag laufen, einen ersten auf Sat1 finden Sie hier. Ein weiterer wird am Mittwoch im Sat1-Regionalfenster laufen.

 

Wie haben die Mannschaft und Sie die Nachricht verdaut: plötzlich Handball-Profi, aber dafür das Finanzloch beim Verein?

Tobias Rückert:  Ein richtiger Schock war es nicht. Bernhard Müller hat mit uns gesprochen und uns die Sachlage, wie sie ist, erklärt. Die Mannschaft hat sich anschließend zusammengesetzt und wir haben beschlossen, dass wir auf jeden Fall weiterspielen wollen. Ganz egal, wie sich die Situation weiterentwickelt.

Das bedeutet also, dass auch am Sonntag das wichtige Spiel gegen Wiesbaden wie geplant stattfindet?

Rückert: Wir gehen davon aus, dass die Partie ganz normal stattfinden wird. Wir werden das Spiel wie jedes andere Spiel angehen.

Neben der sportlichen Situation sieht es jetzt auch finanziell nicht gut aus für den STV. Macht das nicht vielleicht auch die Köpfe frei, dass Sie nun befreit aufspielen?

Rückert: Klar, kann das sein. Wenn alles gegen einen steht, dann spielt man vielleicht befreiter auf. Wir haben uns zusammengerauft, vielleicht läuft es jetzt erst recht besser.

Hat die Mannschaft die Pause gut genutzt? Es waren ja schon einige Spieler angeschlagen.

Rückert: Die Pause hatten wir alle nötig, um die Wehwehchen rauszukriegen. In der Hinrunde war es so, dass viele Niederlagen von uns abhingen, wir die Spiele nicht verloren haben, weil der Gegner so stark war. Das stimmt uns eigentlich optimistisch, dass wir in vielen Spielen die Chance haben, es nun besser zu machen. Wir denken weiter von Spiel zu Spiel und haben noch die Chance auf den Klassenerhalt. - tom

STV-Teams

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